Die Kleinfische der Schweiz sind sowohl in der Öffentlichkeit, als auch unter den Anglern und Anglerinnen selbst nur wenig bekannt. Und sogar in der Forschung ist die Vielfalt der Kleinfische noch nicht wirklich gut untersucht. Mit den Projekten Projet Lac und Progetto Fiumi konnte eine erste Übersicht zu heutigen Verteilung von Kleinfischen in den Gewässern gemacht werden. Dem Progetto Fiumi zufolge ist die Artenvielfalt in vielen Fliessgewässern niedriger, als man dies erwartet hatte. Insbesondere die eingeschränkte Wanderbarkeit der Gewässer für die Kleinfische scheint vielerorts ein grosses Problem zu sein.
Nach wie vor bleiben viele offene Fragen zur Verbreitung und Sowohl die Artenvielfalt als auch die Ökologie der Kleinfische muss besser verstanden werden. Während man bei den Elritzen, den Schmerlen und den Groppen einige Fortschritte gemacht hat, teilweise neue Arten entdeckt hat, fehlen nach wie vor viele Informationen zur Taxonomie und zur Verbreitung. Im Projet Lac wurde zum Beispiel in der ganzen Schweiz keine Karauschen und Schlammpeitzger entdeckt. Vielleicht kann uns jemand weiterhelfen und kennt noch ein Vorkommen. Ähnliche Fragen gibt es zum Beispiel auch zu den Schmerlen, welche eigentlich auch in den Uferregionen von Seen vorkommen sollten, dort aber vielerorts nicht nachgewiesen werden konnten. Über spezielle Zusendungen sind wir immer besonders froh!
Die FIBER möchte mich dieser Galerie dazu anregen, die Kleinfische mehr zu beachten, ihre Verbreitung zu dokumentieren, die Kenntnisse in der Öffentlichkeit zu steigern und die Ökologie besser zu verstehen.
Ausgerüstet mit Angelrute und Fotokamera kann jede/r einen Beitrag zur Erforschung unserer Kleinfische leisten. Auch kleine Fische sind spannend zu befischen! Du brauchst deinen Fang nur zu fotografieren und das Foto per Mail mit Angabe des Fanggewässers an die Fischereiberatungsstelle zu schicken.
Hier geht es nicht darum, wer den grössten Fisch fängt - wir freuen uns über jede Einsendung! Unsere Bildgalerien sollen möglichst vielen Leuten die Schönheit und die Vielfalt der Fische vor Augen führen und so auch Nicht-Fischer zum Schutz unserer Gewässer motivieren.