Wann, wohin und warum wandern verschiedene Fischarten – und wie gut gelingt ihnen dies trotz der Barrieren durch Wasserkraftwerke? Dies untersuchen Eawag-Forschende, indem sie Fische besendern und deren Signale über Jahre verfolgen werden. Erste Analysen liefern überraschende Ergebnisse.
Es ist wieder Zeit die Kartierungen von Laichgebieten vorzubereiten und anzugehen. Nebst der Planung und Aufteilung der Abschnitte gehört dabei auch die FIBER App dazu. Ab dem 1. November 2026 ist eine neue Version verfügbar. Die grösste Neuerung ist, dass ab sofort Laichgebiete von allen Fischarten mit der App kartiert werden können! Wir sind interessiert an euren Beobachtungen – seien es Äschen, Bachneunaugen, Hechte, Nasen oder Rapfen… Die FIBER wird im nächsten Jahr noch vertieft über die neuen Möglichkeiten informieren. Verbessert haben wir weiter auch die Übertragung der Daten an den Server, welche neu mit Internetverbindung automatisch abläuft.
Seit Jahresbeginn 2026 treten die FIBER und Wasser-Agenda 21 neu als Partner auf. Der Verein Wasser-Agenda 21 versteht sich als Forum und Netzwerk der Akteure der Schweizer Wasserwirtschaft. Ohne, dass sich in den Aufgaben von FIBER und gegen aussen etwas ändert, wird die Koordination rund um die Wasser-Themen durch die neue Partnerschaft gestärkt.
Die FIBER möchte mit dieser Galerie dazu anregen, die Kleinfische mehr zu beachten, ihre Verbreitung zu dokumentieren, die Kenntnisse in der Öffentlichkeit zu steigern und die Ökologie besser zu verstehen. Hilf mit und schicke deine Fänge oder Beobachtungen via fiber@eawag.ch ein!
In einem laufenden Projekt der Eawag werden die Flussfische genetisch angeschaut. Unterscheiden sich diese von Fluss zu Fluss und gibt es Austausch zwischen den Flüssen und Seen? Wie beeinflussen Wanderhindernisse diese Strukturen? Solche und ähnliche Fragen sollen beantwortet werden. Hilf jetzt mit und schicke Proben von deinen Fängen ein.
Wie haben sich die Fischbestände in Schweizer Fliessgewässern in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Die erstmalige Analyse umfassender Elektrofischereidaten aus den Jahren 1981–2024 zeigt einen fortlaufenden Wandel: Kälteliebende und auf menschliche Einflüsse empfindliche Arten werden seltener, während wärmeliebende und tolerante Arten zunehmen. Schweizweit gleichen sich die Artengemeinschaften immer mehr an.
Die verschiedenen Felchenarten sicherten seit Jahrhunderten eine ertragreiche Berufsfischerei am Bodensee, weshalb sie auch als deren wichtigste „Brotfische“ bezeichnet werden. Die drei heute im Bodensee vorkommenden Felchenarten sind sich äußerlich ähnlich, ihre Lebensweise und Reproduktionsbiologie unterscheiden sich aber deutlich.
Während Jahrtausenden konnten die Fische ungehindert flussauf- und flussabwärts wandern vom Meer bis hinauf in die Alpen. Seit 150 Jahren blockieren mehr und mehr Hindernisse wie Staudämme, Wehre und Schwellen diese natürlichen Wanderwege. Arten wie der Stör und der Lachs sind in der Folge ausgestorben. Auch kleinräumige Hindernisse stellen viele Fischarten unter Druck. Der SFV setzt sich deshalb für die Vernetzung der Gewässerlebensräume ein.
Knapp zwei Drittel der Seeufer sind künstlich verbaut oder erheblich beeinträchtigt. Dadurch gehen die verfügbaren Lebensräume stark zurück, und die ökologische Vernetzung ist unterbrochen. Mit der Revision des Gewässerschutzgesetzes wurden die Kantone verpflichtet, verbaute Gewässer zu revitalisieren. Dies schliesst neben den Fliessgewässern auch die Seeufer ein. Revitalisierungen zielen darauf ab, Verbauungen zu entfernen und die natürliche Uferdynamik sicherzustellen, was eine standorttypische Biodiversität fördert, und die Resilienz der Ökosysteme stärkt.
Wie können wir unserer Mitwelt als gleichwertigem Gegenüber begegnen? Wir haben uns daran gewöhnt, die Welt zu konsumieren. Doch können wir mit dieser Haltung Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit finden? Lassen sich Klimakrise und Biodiversitätsverlust überhaupt in diesem Rahmen fassen?
Eine Kampagne der Schweizerischen Vereinigung der FischereiaufseherInnen und Fischereiaufseher zur Sensibilisierung und Warnung vor Wasserverunreinigungen durch das Abfliessen von verschiedenen Produkten in der Nähe eines Entwässerungsschachts oder direkt durch ihn.
Rund 9 Kilo Fisch essen wir im Binnenland Schweiz pro Kopf und pro Jahr. Die Konsumfreude erstaunt nicht, gilt Fisch doch als gesund und schmackhaft. Wären da nicht die Meldungen zu Überfischung, Antibiotika gesättigten Aquakulturen, Fangmethoden…. Viele KonsumentInnen verlassen sich deshalb auf private Ökolabels, Ratgeber oder das «regionale» bzw. «Schweizer» Produkt. Ist es damit getan? Eine CDE-Studie kommt zum Schluss: nein – und zeigt auf, was es braucht.
5. Nov. 2026 - SGHL Webinar: Was ein revitalisierter Bach uns erzählen kann
16:30 - 17:30, Lucie Sprecher (Eawag) & Pascal Vonlanthen (Aquabios)
10. Nov. 2026- WA21 Webinar: Zurück zur Dynamik: Was bringt Flussaufweitungen in Bewegung?
13:30, Paul Demuth (ETH) und Cristina Rachelly (IUB)
9. Dez. 2026 - WA21 Webinar: Seeufer revitalisieren – von der Ökologie zur Praxis
13:00-14:30 Referierende: Johanna Ramos (OFEV), Matthias Sturzenegger (Aquaplus), Eva Cereghetti (BAFU), Yves Scheurer (Canton du Vaud)
Noch bis zum 28. Feb. 2027 - Ausstellung über Plankton – Die winzigen Bewohner des Sees
Musée du Léman, Nyon
26. Mai 2027 - WA21 Fachtagung Netzwerk Schwammland
Save the date
Den Schweizer Flussfischen auf der Spur
News aus der FIBER
Wasser-Agenda 21 und FIBER neu als Partner unterwegs
Angebote von FIBER
Neue FIBER-Fotogalerie zu Kleinfischen!
Beiträge der FIBER aus Wissenschaft und Praxis
Wie viele Fischpopulationen hat es in den Schweizer Flüssen?
Publikationen
Fischbestände in Schweizer Fliessgewässern im Wandel
SeeWandel Faltblatt «Besonderheiten und Gefährdung des Bodenseefelchens»
Leitfaden Längsvernetzung des SFV
BAFU Bericht: Seeuferrevitalisierung – Zustand und Defizite
Buch «Weltverbunden – Impulse für das Zusammenleben von Mensch und Natur»
Diverses