Exkursionen

«Laichende Äschen»

Wer kennt sie nicht, die Äsche? Als Namensgeberin einer ganzen Fliessgewässerregion geniesst dieser schmackhafte Fisch eine hohe Bekanntheit. Sie ist verwandt mit den Lachsen, ist ein beliebter Zielfisch für die Fischerei und hat hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. Für die Fortpflanzung benötigt sie sauerstoffreiches Wasser und lockeren Kies, damit sie ihre Eier im Gewässergrund vergraben kann. Eine Äschen-Hochzeit zu beobachten ist ein faszinierendes Schauspiel!

Das Ziel unserer Exkursion ist es, diesem Schauspiel beizuwohnen. Am Vormittag informieren wir in einem ersten Referat über Biologie, Vielfalt und Gefährdung der Schweizer Äschen. Anschliessend stellen wir vor, wie mit kleinem Budget und Instream Restaurierungen die Bedingungen für die Äsche und natürlich auch für die anderen Fische in unseren Gewässern verbessert werden können. Nach einem gemeinsamen Zmittag gehen wir ans Wasser um die laichende Äschen zu beobachten.

«Auf der Spur von Äschenlarven»

Äschen laichen im Frühling auf dem Kies grösserer Flüsse. Bald darauf kann man die ersten Äschenlarven in Ufernähe beobachten – je nach Beschaffenheit des Ufers in grösseren Gruppen oder als einzelne Larven. Wo gefällt es den jungen Äschen besonders gut? Warum sind natürliche Flussufer für die Äschen so wichtig? Wie und wieso werden die Äschenlarven kartiert? Diesen und weiteren Fragen möchten wir während dieser Exkursion auf den Grund gehen. 

Am Vormittag informieren wir euch über die Lebensweise der Äsche, beleuchten deren Paarungsverhalten und beschreiben Entwicklung und Lebensraumansprüche vom Ei zum Jungfisch. Ihr hört auch, was bei einer Wanderung am Fluss im Jahresverlauf sonst alles beobachtet werden kann und erfahrt mehr über das Kartieren von jungen Äschen. Nach einem gemeinsamen Zmittag begeben wir uns ans Wasser und beobachten und kartieren Äschenlarven.

«Mit den Fischen um die Wasserkraftwerke»

Naturspektakel wie die Tausende von Kilometern langen Laichwanderungen der Lachse in Nordamerika gibt es in der Schweiz heute leider nicht mehr zu beobachten. Trotzdem finden aber immer noch Unterwasserwanderungen statt, denn fast alle unseren heimischen Fischarten bewegen sich in verschiedenen Lebensphasen mehr oder weniger zielgerichtet Fluss auf- und abwärts.

Doch warum wandern Fische? Wie können sie Hindernisse wie ein Wasserkraftwerk überwinden, und wie können wir überprüfen, ob die Fischauf- und abstiegshilfen auch wirklich funktionieren? Auf diese und weitere Fragen werden wir in zwei Referaten am Vormittag eingehen. Am Nachmittag werden dann Vorkehrungen zur Verbesserung der Fischgängigkeit vor Ort besichtigt und die Fische, die sich zu diesem Zeitpunkt in einem in einer Fischtreppe eingerichteten Zählbecken befinden, beobachtet und bestimmt.

Letzte Änderung: 09.10.2019

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