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Newsletter 01/2019

Newsletter 01/2019

Der Workshop «Die Ökologie junger Forellen» findet dieses Jahr in Biel statt!

JungeForellen2019  
Am 18. Mai 2019 findet der Workshop «Die Ökologie von jungen Forellen - Jungfischlebensräume erkennen und schaffen» bereits zum dritten Mal statt. Dieser Workshop besteht aus einem Theorieteil am Morgen und einem Feldteil am Nachmittag. Im Theorieteil werden unter anderem die Biologie, die Entwicklung, das Territorialverhalten, der Energiehaushalt, die Interaktion mit anderen Fischarten sowie viele weitere interessante Fakten zum Leben der (jungen) Forellen präsentiert. Am Nachmittag werden wir im Praxisteil an der Schüss das Erkennen und Schaffen von Jungfischlebensräumen vertiefen.


Mehr Infos zum Programm und Anmeldung gibt es hier [...]

Dieser Workshop wird dieses Jahr auch in italienischer Sprache durchgeführt. Mehr Infos zum Kurs am 11. Mai in Faido folgen in Kürze.

Coming soon: Neue Broschüre zur ökologischen Rolle kleiner Fliessgewässer und ihrer Bedeutung für Fische

"Jeder fängt mal klein an" – dies gilt auch für unsere Flüsse! Kleine Bäche bilden das Rückgrat des Gewässernetzes der Schweiz. Sie machen insgesamt 80% der rund 65‘000 km des Schweizer Flussnetzwerks aus . Kleine Bäche liefern Wasser für die grösseren Flüsse, empfangen Stickstoff und Phosphor aus der Uferzone und stellen diese Nährstoffe für aquatische Lebewesen zur Verfügung und bilden so die Basis für das gesamte Nahrungsnetz. Ausserdem sickern Niederschläge in den Uferzonen ab und gelangen dann gefiltert ins Grundwasser, wobei dieses Versickern auch Schutz vor Hochwasser bietet. Nicht zuletzt finden wir an diesen Gewässern auch Raum für die Fischerei und die Naherholung.

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Abbildung: Kleine Gewässer wirken oft unscheinbar. Wenn die Bedingungen stimmen, können diese Gewässer aber einen überraschenden Fischreichtum aufweisen. Trotz seiner geringen Grösse beherbergt das Giebelbächli in Schwyz eine der höchsten Forellendichten pro Fläche im Einzugsgebiet des Vierwaldstättersees. Foto: Eawag

Leider stehen viele dieser kleinen Juwelen unter Druck. Die verbleibenden naturnahen Bäche werden teils immer noch eingedolt, kanalisiert und/oder stark verschmutzt. Oft sind Uferstreifen verbaut und Pflanzen werden zurückgeschnitten, so dass die Pufferzone, welche naturnahe Bäche umgibt, gänzlich fehlt. Viele Gewässer sind deshalb weder in der Lage, ihre Funktion im Ökosystem wahrzunehmen, noch Lebensraum für Fische zu bieten. Dabei wären sie speziell für Fische äusserst wichtig – sowohl als Hauptlebensraum aber auch als Laichhabitat und Jungfischstube. Regional weisen kleine Fliessgewässer sogar oft die höchste Fischdichte auf.

Wenn Ihr unsere bald erscheinende Broschüre "Kleine Fliessgewässer in der Schweiz – Ökologische Rolle und Bedeutung für Fische" nicht abwarten könnt, verkürzen wir euch und euren Vereinen die Wartezeit gerne mit einem Vortrag zu diesem oder auch einem anderen Thema – unser Vortragsangebot findet ihr hier […]

Neuer Fischatlas der Schweiz


Die dritte Ausgabe des Fischatlas der Schweiz "Pisces – Atlas und Bestimmungshilfe" wurde Ende 2018 publiziert. Die überarbeitete Auflage zeigt die Veränderungen in der Schweizer Fischfauna, welche in den letzten Jahren stattgefunden haben. Dabei wurden auch neuste genetische Untersuchungen mit einbezogen, um kaum bekannte oder häufig verwechselte Arten erstmals nachzuweisen oder ihr Vorhandensein zu bestätigen. Beiliegend zum Atlas gibt es einen Bestimmungsschlüssel in Heftform, welcher die Erkennung der Schweizer Fischarten erleichtern soll.


Der Fischatlas kann hier bestellt werden [...]

  pisces

Betreff: Egli ist Fisch des Jahres 2019

Das Egli bleibt so manchem Jungfischer in bester Erinnerung. Als meistgefangene Fischart der Schweiz kann es aber oft auch dem erfahrenen Fischer einen schlechten Angeltag retten, wenn man das Glück und die Gewässerkenntnis hat, einen raubenden Schwarm zu finden. Auch kulinarisch ist das Egli äusserst beliebt und taucht auf vielen Speisekarten und in den meisten Supermärkten auf. Viele Nichtangler essen zwar gerne Egli, wissen aber gar nicht recht wie diese aussehen oder sich verhalten. Grund genug für den Schweizerischen Fischereiverband SFV, das Egli zum Fisch des Jahres 2019 zu küren.

Die Pressemitteilung vom SFV gibt es hier […]

Den Flyer zum Fisch des Jahres gibt es hier […]

Die FIBER Egligalerie findet ihr hier […]

Egli

Foto: M. Roggo

Schweizerisches Kompetenzzentrum für Fischerei: Anpassung an den Klimawandel

In Zusammenarbeit mit mehreren Kantonen startet das Schweizerische Kompetenzzentrum für Fischerei das Projekt "Wasserbau und Fischerei im (Klima-)Wandel". Dieses Projekt ist Teil des grösseren "Pilotprogramm Anpassung an den Klimawandel", welches vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) finanziert wird.

Zur Webseite des Projekts geht es hier […]


Publikationen

Wie gehen unsere Fische mit Hormonen im Wasser um?

Viele Schweizer Kläranlagen sind heute nicht in der Lage, Hormone zu filtern. Aufgrund steigender Bevölkerungszahlen und auch der Landwirtschaft landen diese deshalb über das Abwasser in unseren Fliessgewässern. In einer kürzlich veröffentlichten Studie haben Wissenschaftler aus Lausanne experimentell die Wirkung des Hormons, welches in der Antibabypille eingesetzt wird, auf die Embryonen von Forellen getestet. Sie konnten aufzeigen, dass die Überlebensrate, das Wachstum und die Entwicklung der Embryonen beeinträchtigt. Zudem reagierten alle aus unterschiedlichen Populationen stammenden Forellen ähnlich. Dies deutet darauf hin dass das genetische Potential, sich zukünftig an diese Belastung anpassen zu können, nicht (mehr) vorhanden ist.

Hier geht es zur Studie [...]




Publikation "Gewässerschutz für unsere Gesellschaft"

Das BAFU hat eine neue Broschüre zum Thema "Gewässerschutz für unsere Gesellschaft – Früher, Heute, in Zukunft" veröffentlicht. Diese nimmt Bezug auf den bereits im April 2018 in Aqua & Gas erschienenen Artikel "Schutz und Weiterentwicklung der Gewässer" und fasst die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Gewässerschutz zusammen.

Hier geht es zur Pressemitteilung der Wasseragenda 21 [...]

Die Publikation ist als gedruckte Version auf Anfrage beim BAFU, Abteilung Wasser erhältlich (Kontakt: Murielle Heimo).

  bafu

Renaturieren, wo die Natur am meisten profitiert

In den kommenden Jahrzehnten sollen viele Schweizer Fliessgewässer ihren natürlichen Charakter zurückerhalten. Um herauszufinden, welche Gewässerabschnitte ökologisch am sinnvollsten zu renaturieren sind, haben Forschende der Eawag ein bestehendes Bewertungsverfahren weiterentwickelt.

Hier geht es zur Pressemitteilung der Eawag [...]

Die Originalpublikation findet ihr hier [...]

Ein PDF der FIBER-Broschüre "Revitalisierungen in Fliessgewässern" findet ihr hier [...]


Bundesrat: Bericht Standortbestimmung zur Fischerei verabschiedet

standortbestimmung   Als Antwort auf das Postulat der nationalrätlichen Umweltkommission (UREK-N) verabschiedet der Bundesrat am 30. Januar 2019 den Bericht Standortbestimmung zur Fischerei. Dieser wurde in mit Beteiligung von wissenschaftlicher Seite, unter anderem der Eawag, und unter Einbezug verschiedener Interessensgruppen erstellt. Der Bericht beschreibt den ökologischen Zustand der Schweizer Fischereigewässer, fasst die sozioökonomische Situation der Fischerei zusammen und formuliert Massnahmen und Empfehlungen zur nachhaltigen Nutzung der einheimischen Fischbestände.


Hier geht es zur Medienmitteilung des Bundesrats […]

Den Bericht "Standortbestimmung zur Fischerei" gibt es hier [...]



Eawag-Forschung: Hohe Schadstoffbelastung bei Bachflohkrebsen

Flohkrebse sind in Schweizer Gewässern Insektiziden, Arzneimittelrückständen und anderen Spurenstoffen ausgesetzt und reichern diese in ihrem Körper an. Diese Anreicherung kann dann an höhere Stufen des Nahrungsnetzes, wie zum Beispiel Fischen, weitergegeben werden. Immerhin: Werden Kläranlagen aufgerüstet, weisen die Tierchen praktisch keine Spurenstoffe mehr auf. Das zeigt eine neue Eawag-Studie.

Hier geht es zu den Eawag-News [...]

bachflohkrebse

Foto: M. Roggo

Kontakt

FIBER - Fischereiberatungsstelle
Eawag
Seestrasse 79
6047 Kastanienbaum
Schweiz

Telefon +41 58 765 2171
Fax +41 58 765 2162
Büro SW-C02
fiber@eawag.ch

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